Die MAFIA in Duisburg XVIII
Dienstag, den 12. Februar 2008
Ein interessantes Interview im “Neues Deutschland” vom 15. Januar mit dem Vorsitzenden der Antimafia-Kommission, dem Journalisten und Abgeordneten Francesco Forgione (Rifondazione Comunista) :
“ND: Was treibt die Antimafia-Kommission des italienischen Parlaments nach Berlin?
Francesco Forgione: Wir befinden uns mitten im Prozess der Internationalisierung des Verbrechens. Die globalisierte Gesellschaft, das System der internationalen Finanzmärkte bietet den kriminellen Organisationen viele Möglichkeiten, ihre Gelder in den konventionellen Wirtschaftskreislauf einzuspeisen. Die ‘Ndrangheta als eine der mächtigsten und reichsten dieser Gesellschaften hat, wie aus Ermittlungen und Überwachungen seit den 90er Jahren hervorgeht, Deutschland als einen wichtigen Raum für Geldwäsche ausgewählt.
Die Morde von Duisburg sind nur eine Metapher für die Präsenz der ‘Ndrangheta in Deutschland. Das Geld der ‘Ndrangheta ist bereits viel früher in Deutschland angekommen. Aus abgehörten Telefonaten wurde bekannt, dass bereits vor dem Fall der Mauer sizilianische Mafiosi Leute losschicken wollten, Kapital nach Ostdeutschland zu bringen. »Geht los und kauft jenseits der Mauer alles, was ihr kriegen könnt«, wurde ihnen auf den Weg gegeben.” (…)
ND: Die Mordfälle in Duisburg und die versuchte Schutzgelderpressung in Berlin haben für Aufsehen gesorgt. Welche Signale gehen von diesen Ereignissen aus?
FF: Sie demonstrieren, dass Italien ein außerordentliches Land ist. Die Morde von Duisburg gingen von einem kleinen Ort aus, aber sie haben die Aufmerksamkeit auf den größeren Zusammenhang von Kriminalität und normaler wirtschaftlicher Aktivität wie Gastronomie und Immobilienbranche gelenkt. Die Ablehnung der Schutzgeldzahlung in Berlin zeigt aber, dass die italienischen Gastronomen sich zusammenschließen und wehren können. Das ist das Italien, auf das wir bauen können.”
Quelle: Neues Deutschland




Fotos vom 1. und 2. TADvent gibt es zu sehen unter www.theater-arbeit-duisburg.de. An jener Stelle auch die persönliche Danksagung an alle, die uns bis hierher aktiv begleitet haben, welche hier, unpersönlich, wiederholt und bekräftigt sei!
Biennale Venedig 1961), 115 Min s/w , deutsch synchronisiert oder ital Originalversion – man kann ja abstimmen); mit Franco Citti und Franca Pasut; Regieassistent Bernardo Bertolucci.
Tonbandprotokollen besteht, der Rest ist phantastische Literatur die vom Erzähler Ulrich in wechselnden Rollen vorgetragen wird. Und nervig sind die Kleinigkeiten der Erzählung: Welchen Wert hat z.B. die Bemerkung von Ulrich, das der ermordete Duisburger Diskotheken-Besitzer Möhlenbeck (Duisburg, Moselstraße 1a) Angora-Unterhosen anhatte? Aber es sind schließlich die Kleinigkeiten, die ein Buch füllen (hier 318 Seiten), nicht wahr?