“Möge so etwas nie wieder passieren.”
Mittwoch, den 5. August 2009Bridget Driscoll (* 1851; † 17. August 1896 in London) ist der erste Mensch, der durch einen Verkehrsunfall starb, an dem ein Automobil beteiligt war.
Die 44- oder 45-jährige Bridget Driscoll und ihre fünfjährige Tochter May überquerten gerade eine Straße auf dem Areal des Crystal Palace in London, als ein Auto der Anglo-French Motor Car Company mit einer Geschwindigkeit von etwa 4 mph (ca. 6,4 km/h) Frau Driscoll zu Boden stieß. Sie erlitt eine schwere Kopfverletzung und starb wenige Minuten später. Die Geschwindigkeit des Wagens wurde von Augenzeugen als „rücksichtsloses Tempo, fast wie ein Feuerwehrwagen“ beschrieben.
Der Wagen wurde von Arthur James Edsall gelenkt, als Passagier auf dieser, die Vorzüge des Automobils demonstrierenden Fahrt befand sich Alice Standing auf dem Beifahrersitz. Sie behauptete später, Edsall hätte den Motor modifiziert, damit der Wagen schneller fahren konnte, jedoch konnte diese Behauptung von fachmännischer Seite widerlegt werden.
Ein nach dem Unfall eingeleitetes Gerichtsverfahren ergab nach sechsstündiger Verhandlung das Ergebnis, der Tod sei durch einen Unfall eingetreten. Der Untersuchungsrichter Percy Morrison sagte zum Abschluss des Verfahrens, er hoffe, dass so etwas nie wieder passieren werde. Es fand keine Strafverfolgung statt.”
Quelle: Wikipedia
“(Der Soziologe Klaus Gietinger) weist darauf hin, dass laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank seit dem Tod von Bridget Driscoll fast 40 Millionen Menschen weltweit im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind. Derzeit sterben jährlich 1,2 Millionen Menschen im Straßenverkehr. Täglich sind das so viele Todesopfer, wie sie der Absturz von acht Jumbojets fordern würde oder doppelt so viele wie beim Untergang der Titanic.
WHO-Prognosen zufolge geht es in Zukunft noch schlimmer auf den Straßen zu: 2020 soll der Verkehrsunfall die dritthäufigste Todesursache weltweit sein – noch verheerender als Krieg und Tuberkulose. Bis 2030 werde sich die jährliche Zahl der Verkehrstoten gegenüber heute verdoppelt haben.”
Quelle: Fabian Löhe, Frankfurter Rundschau 16.8.2006