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Hab’ ich was verpasst ?

Freitag, den 1. Januar 2010

“(Der) … Auftrag unserer Soldaten, Polizisten und zivilen Aufbauhelfer in Afghanistan, er ist und bleibt ein für uns alle bedeutender: Sicherheit und Stabilität in Afghanistan so zu schaffen, dass von dort nie wieder Gefahr für unsere Sicherheit und unser Wohlergehen ausgeht. Das ist der Auftrag. Politisch müssen und werden wir die Bedingungen schaffen, damit die Verantwortung in den nächsten Jahren Schritt für Schritt an die Afghanen übergeben werden kann.”
Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Waren die 9/11-Bomber nicht alle aus Saudi-Arabien, wobei einige der wichtigsten dieser Leute als Studenten in Hamburg lebten? Was schon anderen Leuten auffiel: nach der Kriegs-Logik unserer Politiker müßte Hamburg bombardiert werden und nicht Afghanistan. Und welche Gefahr ging eigentlich von dort für unsere Sicherheit und unser Wohlergehen aus? Welcher Bombenanschlag in Deutschland hat eigentlich unsere Sicherheit und unser Wohlergehen gefährdet? Oder belügen uns etwa die Politiker?

Afghanistan und die RAF

Samstag, den 19. September 2009

Die Anzahl der Todesopfer, welche der RAF zugeschrieben werden, beträgt nur einen Bruchteil der Opferzahl, die kürzlich in Afghanistan auf Befehl eines Bundeswehrsoldaten exekutiert wurde – die Staatsmacht ist offenbar sogar gefährlicher als die Terroristen. Nachdem die Afghanen darauf verzichten, in Europa Rache für den vom Westen seit acht Jahren gegen ihr Land geführten Krieg zu nehmen, kann man nicht ernsthaft von einer afghanischen Terrorgefahr sprechen, die am Hindukusch abgewehrt werden müsste. Hätte irgendein Afghane hier Terroranschläge verüben wollen, so wäre längst ein Zug entgleist, hätte längst ein Heckenschütze zugeschlagen oder eine Karawane an Selbstmordattentätern amerikanische Botschaften aufgesucht, ohne, dass irgendein Geheimdienst das hätte verhindern können. Tatsächlich ist aber nichts dergleichen passiert.
Quelle: Telepolis

Blasphemie in Afghanistan

Mittwoch, den 22. Oktober 2008

“(…) wenn man sich jetzt anschaut, dass der junge Journalist Sayed Parwez Kambakhsh, der letztes Jahr wegen Blasphemie festgenommen und im Januar von einem Gericht zum Tode verurteilt wurde, weil er einen Artikel aus dem Internet heruntergeladen hatte, in dem für die Gleichheit der Rechte zwischen Mann und Frau plädiert wurde, nun zwar nicht mehr sterben soll, sondern nach dem Urteil des Berufungsgerichts in Kabul nur noch 20 Jahre Gefängnishaft erhielt, dann sollte schon auch einmal in der deutschen Öffentlichkeit diskutiert werden, welches politisches System man unterstützt.”
Quelle: Telepolis

Rettet das Leben von Parviz Kambakhsh

Samstag, den 16. Februar 2008

“Der 23-jährige Journalist wurde nach dreimonatiger Haft im Zentralgefängnis zum Tode verurteilt, wegen “atheistischer Propaganda”. Nicht von Taliban-Entführern etwa, sondern von Richtern jenes Regimes, das einst ein Herr Fischer in Bonn als demokratischen Fortschritt aus der Taufe hob, das heute von der Bundeswehr gestützt wird. Ein Solidaritätsaufruf vom 12. Februar 2008 der Journalistengewerkschaft der französischen FO in dem auch ausdrücklich Frankreich und die BRD kritisiert werden.”

Quelle: Labournet.de

Folterkomplizen

Mittwoch, den 14. November 2007

“KABUL/BERLIN (german-foreign-policy) – Zum wiederholten Male werfen Menschenrechtsorganisationen den deutschen Besatzungskräften in Afghanistan Komplizenschaft mit Folterern vor. Wie amnesty international (ai) in einem gestern veröffentlichten Bericht schreibt, liefern die ISAF-Truppen afghanische Gefangene an den Kabuler Geheimdienst (National Directorate of Security, NDS) aus. Dem Bericht zufolge sind in Kerkern des NDS Misshandlungen und willkürliche Freiheitsberaubung an der Tagesordnung. Laut amnesty sind zudem mehrere Personen nach der Überstellung an den Geheimdienst verschwunden. Erst in der vergangenen Woche war die Bundeswehr involviert, als 34 Aufständische im Verlauf von Kampfhandlungen festgenommen und an die zuständigen afghanischen Stellen ausgeliefert wurden; gewöhnlich bemächtigt sich der NDS solcher Gefangener. Der Vorwurf von amnesty international wiegt umso schwerer, als deutsche Repressionskräfte schon im Zusammenhang mit der Verschleppung von Verdächtigen nach Afghanistan der Kollaboration mit Folterern beschuldigt worden sind. Der afghanische Geheimdienst ist mit finanzieller Unterstützung aus Deutschland aufgebaut worden. Er verfügt über enge Beziehungen zur deutschen Auslandsspionage.”

Quelle und mehr: www.german-foreign-policy.com/de


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