Loveparade 2010 Duisburg: 15 Tote

Am Freitag sagte ich zu meiner Kollegin: “Das wird Tote gehen”. Wie ich darauf kam? Ganz einfach: nach der Still-Leben-Tafel letzter Woche mit 3,5 Millionen Teilnehmen war klar das auch bei der diesjährigen Loveparade in Duisburg mit einem Millionenpublikum zu rechnen ist. Das Gelände faßt aber  vielleicht 500.000 Menschen. Und dann hat keiner daran gedacht, den Tunnel abzusperren? Update: Ich höre gerade, das der  Tunnel der enizige Zugang zum Festivalgelände ist. Unfassbar! Und das Handynetz bricht zusammen? Da bin ich aber gespannt, ob  das der Höhepunkt dieser verkommenen-verkommerzialisierten Loveparade sein wird. Das Finale im Triumph der Geldgier.
Und es ist noch nicht zu Ende. Jetzt werden über eine Million Menschen durch den engen Innenstadtbereich Bereich geschleust.Ich höre ununterbrochen Alarmsirenen.
Und die Party geht weiter! 19:20 schon wieder Sirenen. Das ist noch nicht ausgestanden.

UPDATE: 25.7. – 19 Tote
UPDATE: 26.7. – 20 Tote und über 500 Verletzte
UPDATE: 28.7. – 21 Tote

Tags: ,

3 Reaktionen zu “Loveparade 2010 Duisburg: 15 Tote”

  1. Emil

    Es ist bereits im Vorfeld unverständlich gewesen diese Veranstaltung auf einem Gelände zu veranstalten. Bei einer solchen Masse von Menschen gehört die Loveparade auf eine gesperrte Autobahn, damit a/ die Floats fahren können und sich vor allem die Menschen über eine größere Strecke verteilen können. Die A 40 konnte letztens über 60 KM gesperrt werden, warum nicht die A 59 für ca. 5 bis 8 KM. Schade für eine solche tolle Veranstaltung.

  2. admin

    Werden wir von Idioten regiert, oder sind wir nur besonders intelligent? Ich befürchte, es ist Ersteres.

  3. antonia colloni

    UPDATE: 22 Tote
    Das letzte weibliche junge Opfer (das einzige aus Duisburg) war schwanger

    Im Tunnel findet man gegenueber des Tatorts an der Wand eine Analyse, die zu belegen versucht, dass es in Wahrheit mehr Opfer gab, nämlich 28 oder 29.
    Ermittelt wurde das, indem immer und immer wieder internationale Pressevergleiche gemacht wurden, also Abgleiche von Namen und Herkunftsorten der offiziellen Opfer. Dabei hatte sich herausgestellt, dass es erhebliche Ungereimtheiten gibt. Ich bemuehe mich diese Meldung (bevor sie abhanden kommt) zu sichern.

Einen Kommentar schreiben


Creative Commons License
This work is licensed under a
Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany License.