Monatsarchiv für Oktober 2008

Die MAFIA in Duisburg XXVI

Freitag, den 17. Oktober 2008

“Capo: Wir sind da, wo das Geld fließt. In Deutschland fühlen wir uns besonders wohl, weil man dort noch Respekt voreinander hat.

SPIEGEL ONLINE: Stehen auch deutsche Politiker auf Ihrer Gehaltsliste?

Capo: Wenn es nicht so wäre, wären wir nicht da. Das große Geld lässt sich nur verdienen, wenn die Politik mitmacht.

SPIEGEL ONLINE: Die Polizei sagt, die Morde von Duisburg seien ein Fehler gewesen, weil die anschließenden Ermittlungen die Geschäfte der ‘Ndrangheta gestört haben.

Capo: Wir machen keine Fehler. Die blutigen Taten von Duisburg waren notwendig, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.

SPIEGEL ONLINE: Die Polizei behauptet, es sei ein Rachemord im Rahmen einer jahrelangen Fehde zwischen zwei verfeindeten Clans aus San Luca gewesen.

Capo: Für einen reinen Fehdemord hätten die Bosse in San Luca nie die Erlaubnis gegeben. Nein, in Duisburg lagen die Dinge anders.”

Quelle: SPON vom 19.8.2008

Die rekonstruierte Wirklichkeit

Freitag, den 17. Oktober 2008

“Liebes FilmClubPublikum,
für unsere UniDokFilmer, Euch und sonstige Interessierte bieten Selver Kabak und Jochen Zimmer dieses Wintersemester an der Uni eine Film- und Seminarreihe an: “Die rekonstruierte Wirklichkeit. Neorealismo, Nouvelle Vague und junger deutscher Film. Autoren, Genres, Sehweisen und der Einfluss der sozialen Bewegungen der 1960er und 70er Jahre”

Vom Gegenstand her wird die Veranstaltung mit den Filmen deutscher Filmemacher sowie ihrer italienischen und französischen Vorbilder zum “deutschen Herbst” und zur Stadtguerilla in Mitteleuropa arbeiten.

Themen sind
1. Das Verhältnis der gespiegelten oder imaginierten Realität zur gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit
2. Der Einfluß der Fiktion auf die Realität oder auf Akteure in dieser
3. Der Wandel der Filmsprache in den 1960er und 70er Jahren

Ort und Termine: Die Filme werden jeweils donnerstags von 16 bis 20 Uhr im Videokonferenzraum des ZIM (LB 237) gezeigt. Be- und verhandelt werden u.a. folgende Spiel- und (Semi)Dokumentarfilme:

Markus Imhoof: “Die Reise”. CH 1986, 105 Min.
Constantin Costa-Gavras: “Der unsichtbare Aufstand”. D/F 1972, 115 Min.
Alexandra Weltz, Andreas Pichler: “Eine Rovolte, die nicht endet”. D 2004, 52 Min.
Gerd Conradt: “Über Holger Meins. Ein Versuch, unsere Sicht heute.” D 1982, 110 Min.
Alexander Kluge, Rainer Werner Fassbinder u.a.: “Deutschland im Herbst”. D 1978, 123 Min.
Rainer Werner Fassbinder: “Die dritte Generation”. D 1979, 105 Min.
Mimmo Calopresti: “La seconda Volta”. I 1995, 80 Min. (italienische Originalversion)
Christian Petzold: “Die innere Sicherheit”. D 2000, 106 Min.
Volker Schlöndorff: “Die Stille nach dem Schuss”. D 2000, 103 Min.
Andres Veiel: “Blackbox BRD”. D 2001, 102 Min.
Margarete von Trotta: “Die bleierne Zeit” D 1981, 107 Min.
Reinhard Hauff: “Stammheim”. D 1986, 107 Min.
Jonas Grosch: “Der Weiße mit dem Schwarzbrot” D 2007, 73 Min.

Sondertermine

Christopher Roth: “Baader”. D 2002, 115 Min.
Heinrich Breloer: “Todesspiel”. D 1997, 177 Min. (2 Teile)
Dennis Gansel: “Das Phantom”. D 2000, 95 Min.
Stefan Aust: “Der Herbst der Terroristen”. D 1992, 88 Min.”

Die MAFIA in Duisburg XXV

Donnerstag, den 16. Oktober 2008

“Die italienische Polizei hat einen weiteren Boss der kalabrischen Mafia-Organisation ‘Ndrangheta festgenommen, der indirekt im Zusammenhang mit den Mafia-Morden von Duisburg stehen soll. Sondereinheiten aus der süditalienischen Stadt Reggio Calabria nahmen im Morgengrauen Antonio Pelle – auch bekannt als “La Mamma” – fest, berichteten italienische Medien.”
Quelle: n-tv.de

Antonio Pelle – nicht zu verwechseln mit dem Besitzer des Duisburger Hotel Landhaus Milser. Über den gibts allerdings auch etwas Neues zu berichten: in dem neuen Buch von Rita Reski – Mafia: Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern. Mehr dazu morgen.

Die MAFIA in Duisburg XXIV

Mittwoch, den 15. Oktober 2008

Al CaponeVerschieden sind die Geschmäcker: So schmückt ein Portrait des amerikanisch-italienischen Mafiosi und mehrfachen Mörders AL CAPONE ein italienisches Restaurant in der Duisburger Innenstadt (in einem dieser neuen, hässlichen Gebäude):
Al Capone


“Bis heute ist sein Name auch mit der Bezeichnung Geldwäsche verbunden, da er als erster illegale Einnahmen in Waschsalons investierte und mit dieser Verschleierungsmethode Vorbild für viele Steuerhinterzieher und Betrüger wurde.”
(Wikipedia)

Hier will ich natürlich auf keinen Fall behaupten, die Besitzer dieses italienischen Restaurants (Jahresmiete: 271.746,24 Euro) hätten irgend etwas mit der Mafia zu tun – geschmacklos ist es sicher, dort das Bild eines Kriminellen aufzuhängen.

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