Monatsarchiv für Februar 2008

Religion ist von Menschen gemacht.

Sonntag, den 10. Februar 2008

“Religion ist von Menschen gemacht. Nicht einmal die Menschen, die sie geschaffen haben, sind sich einig, was ihre Propheten, Erlöser oder Gurus nun tatsächlich gesagt oder getan haben. Und erst recht wird es ihnen nicht gelingen, uns den ‘Sinn’ späterer Entdeckungen und Entwicklungen zu erklären, die ihre Religionen zunächst behindert oder verleugnet haben. Trotzdem beharren die Gläubigen noch immer auf ihrem Wissen! Ja, sie bestehen darauf, über ein allumfassendes Wissen zu verfügen. Sie wollen nicht nur wissen, dass Gott existiert und dass er den ganzen Laden schuf und beaufsichtigte, sondern auch, was ‘er’ von uns verlangt – von der Ernährung über religiöse Riten bis hin zur Sexualmoral. Anders ausgedrückt: Im Rahmen eines enormen und komplizierten Diskurses, in dem wir immer mehr über immer weniger wissen, der uns jedoch die eine oder andere erhellende Erkenntnis verspricht, will uns eine Gruppe – in ihrer schieren Arroganz weismachen, dass sie bereits über alle wichtigen und nötigen Informationen verfügt. Diese Dummheit, gekoppelt mit solcher Überheblichkeit, sollte für sich schon ausreichen, den ‘Glauben’ aus der Debatte auszuschließen. Wer alles weis und für seine Gewissheit göttliche Rechtfertigung in Anspruch nimmt, hat seinen Platz in den Anfängen unserer Spezies. Es mag ein langer Abschied werden, doch er hat schon begonnen und sollte wie jeder Abschied nicht unnötig in die Länge gezogen werden.”

Quelle: Christopher Hitchens Der Herr ist kein Hirte – Wie Religion die Welt vergiftet, Karl Blessing Verlag, 2007

Ehrenwerte Männer aus NRW

Samstag, den 9. Februar 2008

“Lieber Gerhard!
Ein ganz persönlicher, öffentlicher Brief zur Landtagswahl in Niedersachsen mit Anlage an Gerhard Schröder

Du bist gerade mal wieder dabei, Dich in den aktuellen Wahlkämpfen zu Wort zu melden. Erinnerst Du Dich? Es war vor ziemlich genau 10 Jahren. Der 9. Januar 1998. Ebenfalls Wahlkampf in Niedersachsen. Gemeinsam mit Alfred (Tacke) fuhren wir nach Düsseldorf zur WestLB. Dort war ein Treffen mit Friedel Neuber angesetzt. Kurzfristigst! Der “Pate”, wie der WestLB-Chef auch genannt wurde, war zugleich Aufsichtsratsvorsitzender von Babcock und Preussag. Und dort, bei der Preussag in Hannover, brannte es lichterloh. Am Vortag, dem 8. Januar 98, hatte der Preussag-Vorstand gegen meine Stimme als Chef des Stahlunternehmens “Deine” Stahlwerke verkauft (VS-Protokoll 11 13). Noch dazu ins Ausland. An die Voest Alpine nach Österreich.

Du hattest den Stahlwerkern in Salzgitter allerdings noch am 24. November 1997 in die Hand versprochen, Entscheidungen über die Werke in Peine, Salzgitter und Ilsenburg gäbe es nur in Abstimmung mit der Landesregierung, also mit Dir. Du hattest sogar in Richtung Düsseldorf gedroht. “Wer den Wind in dieser Region sät, wird den Sturm des Widerstandes aus der Region ernten.” Die Stahlwerker waren begeistert. Deine Sprüche klangen immer gut. Selbst wenn sie hohl waren. Du bist ein begnadeter Schauspieler. Doch nun waren Deine Stahlwerke weg. Basta! Hinter der Intrige steckte NRW-Kollege Rau. Der wollte Dir im Landtagswahlkampf in Niedersachsen vorsätzlich schaden. Bei SPD-Häuptlingen seit jeher ein beliebtes Spiel. Kollege Rau favorisierte einen anderen. Er wollte Oskar Lafontaine als SPD-Kanzlerkandidaten. Der hatte Rau angeblich versprochen, seine Kandidatur zum Bundespräsidenten zu unterstützen. Das wiederum konntest Du Dir – zumindest damals – noch nicht vorstellen. Dazu kanntest Du Raus unsägliche Historie zu genau. Für die Durchführung der Intrige benutzte Rau seine Landesbank, die WestLB. Der gehörte die Preussag in Hannover. Die hatte gerade mal 2,5 Milliarden DM in der Bilanz verschoben. Davon allein 1,5 Milliarden DM im Anlagenbau bei der siechen Tochterfirma Noell.”

den ganzen Artikl lesen: Hans-Joachim Selenz

Und hier gehts weiter: west-lb-studie-2004.pdf

planet sly-fi: Stoppt 2girls1cup.com

Freitag, den 8. Februar 2008

“Stoppt 2girls1cup.com. Ein Kollege von mir kriegt ganz viel traffic auf seinen Blog, weil er immer 2girls1cup reinschreibt. Mir ist das zu billig. …
yorckle.twoday.net/stories/4486915/ – 14k – Im Cache – Ähnliche Seiten”

Quelle: Google Search

Da bin ich ja mal gespannt! ;o=)

Was kostet es im City-Palais?

Montag, den 4. Februar 2008

Sie haben sich schon mal gefragt, wieviel die Mieter im neuen City-Palais in der Duisburger Innenstadt zahlen? Hier stehts:

City-Palais

City-Palais2

Quelle: Beteiligungsweb

Martin Luther King und der Mindestlohn

Montag, den 4. Februar 2008

“Oft werden Arbeitskämpfe, bei denen es um Gewerkschaftsrechte geht, nicht als wichtig eingestuft. Dr. King wusste es besser. Er wusste, dass das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren, eines der wichtigsten Bürgerrechte ist. Im Grunde war es Kings letzte Handlung, dieses Recht zu unterstützen. Er starb am 4. April 1968 durch die Kugel eines Attentäters, während er sich darauf vorbereitete, den Streikenden bei einer ihrer Demos voranzumarschieren. (…)

Zum ersten Mal saßen Vertreter der Arbeiter mit ihren Bossen an einem Tisch und konnten verhandeln, Beschwerden vorbringen, Forderungen und Änderungsvorschläge einbringen. Zum ersten Mal gab es bezahlten Urlaub und bezahlte Feiertage, Pensionen und Krankenversicherungsbeiträge. Es wurde erreicht, dass Überstunden bezahlt wurden, es gab eine Lohnerhöhung um 38% (der Lohn war so extrem niedrig gewesen, circa 1,70 Dollar die Stunde, dass 40% der Arbeiter nebenbei Sozialhilfe beziehen mussten).”

Quelle: Zmag – Dick Meister: Martin Luther King als Held der Arbeiterklasse – Gedanken zum Jahrestag am 21. Januar

DU-Meiderich und das “Globale Dorf”

Sonntag, den 3. Februar 2008

Es amüsiert einen immer wieder, wie wissenschaftliche Begriffe in den Sprachschatz aufgenommen und dann mit eigener Interpretation auf Volk loslassen werden:

“So gaben sich Vorsitzender Georg Kuchler und Meiderich Manager Jörg Frost sicher, dass sie mit der Gestaltung einer Homepage, der Etablierung des ‘Straßenhausmeisterdienstes’, dem Beginn eines Ladenlokal- und Immobilienkatasters erste Schritte gegangen sind, die die Perspektiven für die Zukunft Meiderichs erweitern. ‘Das globale Dorf’, so die Zieldefinition, wird sich näher am Bürger orientieren, wobei Beratungs- und Serviceaufgaben noch mehr Raum einnehmen werden als heute schon.”
(stadt-panorama, Das Anzeigenblatt mit der höchsten Auflage am Niederrhein!, KW 4, 23.1.2008, Ausgabe 3, Seite1)

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: die Gestaltung einer Homepage erweitert die Perspektiven Meiderichs. Weiß dieser Mensch eigentlich, wovon er redet? Eine “Homepage” ist die Startseite einer Internetsite, und die Gestaltung dieser ersten Seite soll die Perspektiven (ja, das Ganze auch noch im Plural!!) Meiderichs erweitern?

Und dann wird es noch doller: Das globale Dorf’, so die Zieldefinition, wird sich näher am Bürger orientieren, wobei Beratungs- und Serviceaufgaben noch mehr Raum einnehmen werden als heute schon.”

Entweder sind die ziemlich dumm, oder die wollen uns für dumm verkaufen.

Globales Dorf (Global Village) ist ein Begriff aus der Medientheorie, der 1962 von Marshall McLuhan in seinem Buch The Gutenberg Galaxy geprägt wurde. Er bezieht sich damit auf die moderne Welt, die durch elektronische Vernetzungen zu einem “Dorf” zusammenwächst. Heute wird der Begriff zumeist als Metapher für das Internet und das World Wide Web gebraucht. Ohne seinen Standort zu ändern kann man über das Internet mit Menschen aus aller Welt in Kontakt treten.” Wikipedia

Die MAFIA in Duisburg XVI

Samstag, den 2. Februar 2008

Antimafia-Ausschuss in Duisburg
Etwas untergegangen in den Medien ist ein Besuch des italienischen Anti-Mafia-Ausschusses in Duisburg.

“Auf dem Terminplan des Antimafia-Ausschuss aus Italien stehen unter anderem ein Treffen mit NRW-Innenminister Ingo Wolf und die Besichtigung vom Tatort der Mafiamorde in Duisburg.”

Quelle: WDR vom 15. Januar 2008

Kinderbuch soll indiziert werden

Samstag, den 2. Februar 2008

“Im Oktober 2007 kam das satirische Kinder- und Erwachsenenbuch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke auf den Markt und fand sehr bald eine große Fangemeinde. Auch Pädagogen und Psychologen waren von der frechen, kleinen Geschichte (“Dawkins for Kids”) angetan. So urteilte der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Peter Riedesser, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Buch sei “als Gegengift zu religiöser Indoktrination von Kindern pädagogisch besonders wertvoll”. Ursula von der Leyens Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht die Sache jedoch völlig anders: Das Ministerium beantragte die Indizierung des Kinderbuchs als jugendgefährdende Schrift.”

den ganzen Artikel lesen: Humanistischer Pressdienst

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