Ein schöner Kommentar zur Kerner-Sendung mit Richard Dawkins (am 15. November um 23.15 Uhr). Und noch schöner, diesen Kommentar zur Sendung fand ich in einem katholischen Forum, auch hier findet sich Intelligenz (allerdings habe ich das Gefühl, der folgende Kommentar ist nicht von einem Katholiken/Christen:
“Neben der unerträglichen Übersetzung, die auch Oberhirte Hubers intellektuelle Fähigkeiten deutlich überansprucht hat (ja, Herr Huber, der Übersetzer braucht schon Zeit, um Dein Gesabbel zu übersetzen, der beamt das dem Dawkins nicht wie der Heilige Geist direkt ins Hirn), redeten alle an Dawins vorbei, der sich permanent fragte (äußerlich an der ungläubigen Miene zu erkennen) “Was haben die Einwände der Christenfraktion mit meinem soeben Gesagten zu tun?”.
Da gab es das übliche Gewäsch von ohne Gott keine Moral, Menschenrechte, Liebe, Urgrund. Positiv dabei: Geißler hatte offenbar schonmal was von Kant gelesen, und Jaschke attestierte sogar Nazis einen Glauben, weshalb man aufpassen müsse, das Glaube nicht gewalttätig aus dem Ruder laufe. Negativ dabei: Keiner hatte kapiert, daß es darum gar nicht ging. Dawkins Hinweis, daß es ihm darum gehe, ob es Gott in realiter überhaupt gebe, daß man Beweise benötige, um objektive Wahrheiten zu verkünden, wurde apodiktisch ignoriert.
Immerhin hatte Huber eines richtig erkannt: “Das kann ich weder intellektuell noch wissenschaftlich verstehen.” Ja, das stimmt auffallend.
Anstatt also über Dawkins Antihaltung zu Gott zu reden, wurde über Dawkins Antihaltung zur Religion geredet. Da wurde in völliger Unkenntnis der Weltlage auf deutsche Verhältnisse verwiesen, wobei man so tat, als wäre das, was Jesus eigentlich schon immer wollte. Geistiger Tiefpunkt Hubers: Die “Wiederentdeckung des persönlichen Gewissens durch die Protestanten”. Könnte ein neuer Jack-The-Chick-Comic werden. Ach ja, bei der Gelegenheit wurde so übelst fehlübersetzt, daß es sogar Dawkins aufgefallen ist.
Der interessanteste Punkt von Dawkins Ausführungen ging aber sofort unter: Daß man Glaube nicht respektieren müsse, nur weil es Glaube ist. Da muß schon mehr kommen, weil man ansonsten nämlich jeden Mist respektieren müßte, den einer so glaubt.”
Quelle: myKath