Auffallend in Duisburg ist das Schweigen um das Landhaus Milser (während ich dies schreibe, ist die Website nicht mehr erreichbar! Hmm) Die italienische Zeitung L’espresso wird da schon deutlicher:
“Secondo il dossier degli investigatori italiani e tedeschi, agli associati dei clan di San Luca appartengono in Germania 30 ristoranti, due hotel, tre ditte e due palazzine residenziali.
Nella lista del rapporto sono citati il ristorante da Bruno. E c’è anche l’hotel Landhaus Misler, quello che ha ospitato gli azzurri ai trionfali Mondiali di Germania, albergo “indubbiamente finanziato con mezzi legali, ma che offre anche eccellenti possibilità per la sistemazione dei latitanti appartenenti al clan”, si legge nell’informativa. Prosegue la nota dei carabinieri:”Le famiglie mafiose di San Luca hanno fondato basi logistiche in Germania molto importanti. Le principali possono considerarsi senza dubbio nelle città di Duisburg, Erfurt e nel frattempo anche Lipsia”.” L’espresso
Eine schnelle Google-Übersetzung:
“According to the dossier of Italian and German investigators, members of the clan of St. Luke belong in Germany 30 restaurants, two hotels, three companies and two residential buildings.
The list of the report are cited by the restaurant Bruno. And there is also the hotel Landhaus Misler, which hosted the Italians to triumphal World Germany, hotel undoubtedly financed by legal means, but also offers excellent opportunities for the accommodation of fugitives belonging to the clan, “read in ‘information. The note continues carabinieri: “The Mafia families of St. Luke established logistic bases in Germany very important. The main certainly can be considered in the cities of Duisburg, Erfurt and Leipzig also in the meantime.”
Und das ist ja nun wirklich interessant. Denn neben Milser ist der Italiener Antonio Pelle (geboren in San Luca) (nicht identisch mit diesem Antonio Pelle) Mitbesitzer des Hotels Landhaus Milser. Seine Version der Geschichte:
“WDR.de: Wie ist einen Tag nach der Tat die Stimmung in der italienischen Gemeinde?
Pelle: Für uns Italiener im Ausland, die wir uns mühsam einen Namen geschaffen haben, ist es ein Schock. Durch die schreckliche Tat wird im Prinzip die Arbeit von 35 Jahren zunichte gemacht. Mit 52 Jahren muss ich mich jetzt für meine Herkunft rechtfertigen. Meine Frau, sie ist Deutsche, wird angerufen und gefragt, ob sie nicht gewusst hätte, woher ich komme. Das ist nicht schön.
WDR.de: Haben Sie den Eindruck, dass alle Italiener unter Generalverdacht gestellt werden?
Pelle: Ja. Die Medien berichten jetzt, dass alle Pizzerien und Restaurants mit Geld der Mafia finanziert wurden. Wenn das wirklich so ist, müssten wir ja alle eingesperrt werden. Aber das Hotel, das ich hier mit meinem Partner aufgebaut habe, ist durch eine Landesbürgschaft finanziert worden, alles ist glasklar und transparent. Man darf jetzt nicht alle über einen Kamm scheren.
WDR.de: Sie selbst sind schon lange weg aus ihrem Heimatdorf. Haben Sie dennoch von der Familienfehde etwas mitbekommen?
Pelle: Ich bin 1972 mit 17 Jahren ausgewandert – weil ich ein anderes, besseres Leben haben wollte in einem Land, wo die Gesetze funktionieren. Wenn in San Luca 35 Jahre später so etwas vorkommt, kann ich mich damit nicht identifizieren. Aber ich kann meine Mutter auch nicht dafür verurteilen, dass sie mich da zur Welt gebracht hat. Abgesehen davon ist es mit Sicherheit nicht so, wie es jetzt dargestellt wird, dass alle Einwohner aus San Luca in diese Machenschaften verwickelt sind.”
Quelle: WDR
Da stellt sich immer noch die Frage, weshalb italienische Zeitungen das Hotel in Duisburg so genau kennen, und auch noch behaupten es bietet hervorragende Möglichkeiten für die Unterbringung der Flüchtlinge aus dem Clan.