Monatsarchiv für Oktober 2007

Die MAFIA in Duisburg IV

Samstag, den 20. Oktober 2007

Landhaus Milser verschwunden

Naja, jedenfalls aus dem Internet. Ich wunderte mich schon beim Schreiben des vorletzen Eintrags über die Nichterreichbarkeit der Website www.landhausmilser.de.
Hab’ ein wenig Software bemüht und die Adresse mal angepingt. Aber kein Anschluß mehr unter dieser Nummer.

PING www.landhausmilser.de (213.9.96.203): 56 data bytes

— www.landhausmilser.de ping statistics —
10 packets transmitted, 0 packets received, 100% packet loss

Entweder die Website wird ziemlich unprofessionell gewartet oder hier will jemand nicht mehr gesehen werden.

Nachtrag:
Die Site war schon am “15. Okt. 2007 23:14:35 GMT” nicht mehr im Google-Cache.
Aber hier beim Archiv Wayback ist noch fast alles zu finden.

Nachtrag 22. Oktober 2007:
Alles wieder online.

Die MAFIA in Duisburg III

Samstag, den 20. Oktober 2007

“Nach Angaben des Mafia-Experten und Publizisten Jürgen Roth hat es Anfang der 1990er Jahre in Kalabrien mehrere Ermittlungsverfahren gegen Clan-Angehörige wegen internationalen Drogenhandels gegeben. Offiziell seien in Deutschland 160 Angehörige der Clans aus der Mafia-Hochburg San Luca gemeldet. Nach Erkenntnissen des BKA seien Lösegelder aus Entführungen in Deutschland investiert worden. Im Raum Duisburg hätten Clan-Angehörige Pizzerien und Discotheken eröffnet.

Italiens führender Mafia-Jäger Piero Grasso hatte vor wenigen Wochen gewarnt, Deutschland sei durch das Einsickern der italienischen Mafia massiv bedroht. Die Mafia versuche, in legale Wirtschaftskreisläufe einzusickern, hatte Grasso in einem Zeitungsinterview gesagt. Ziel der Mafia sei es, bislang namentlich nicht dem organisierten Verbrechen zugeordnete Mitglieder in die legale Wirtschafts- und Finanzwelt einzuschleusen. Grasso empfahl, konsequent Informationen von Mafia-Aussteigern abzuschöpfen, Telefone zu überwachen und V-Leute einzuschleusen.”

Quelle: n-tv

Die MAFIA in Duisburg II

Samstag, den 20. Oktober 2007

Auffallend in Duisburg ist das Schweigen um das Landhaus Milser (während ich dies schreibe, ist die Website nicht mehr erreichbar! Hmm) Die italienische Zeitung L’espresso wird da schon deutlicher:

“Secondo il dossier degli investigatori italiani e tedeschi, agli associati dei clan di San Luca appartengono in Germania 30 ristoranti, due hotel, tre ditte e due palazzine residenziali.

Nella lista del rapporto sono citati il ristorante da Bruno. E c’è anche l’hotel Landhaus Misler, quello che ha ospitato gli azzurri ai trionfali Mondiali di Germania, albergo “indubbiamente finanziato con mezzi legali, ma che offre anche eccellenti possibilità per la sistemazione dei latitanti appartenenti al clan”, si legge nell’informativa. Prosegue la nota dei carabinieri:”Le famiglie mafiose di San Luca hanno fondato basi logistiche in Germania molto importanti. Le principali possono considerarsi senza dubbio nelle città di Duisburg, Erfurt e nel frattempo anche Lipsia”.” L’espresso

Eine schnelle Google-Übersetzung:

“According to the dossier of Italian and German investigators, members of the clan of St. Luke belong in Germany 30 restaurants, two hotels, three companies and two residential buildings.

The list of the report are cited by the restaurant Bruno. And there is also the hotel Landhaus Misler, which hosted the Italians to triumphal World Germany, hotel undoubtedly financed by legal means, but also offers excellent opportunities for the accommodation of fugitives belonging to the clan, “read in ‘information. The note continues carabinieri: “The Mafia families of St. Luke established logistic bases in Germany very important. The main certainly can be considered in the cities of Duisburg, Erfurt and Leipzig also in the meantime.”

Und das ist ja nun wirklich interessant. Denn neben Milser ist der Italiener Antonio Pelle (geboren in San Luca) (nicht identisch mit diesem Antonio Pelle) Mitbesitzer des Hotels Landhaus Milser. Seine Version der Geschichte:

“WDR.de: Wie ist einen Tag nach der Tat die Stimmung in der italienischen Gemeinde?

Pelle: Für uns Italiener im Ausland, die wir uns mühsam einen Namen geschaffen haben, ist es ein Schock. Durch die schreckliche Tat wird im Prinzip die Arbeit von 35 Jahren zunichte gemacht. Mit 52 Jahren muss ich mich jetzt für meine Herkunft rechtfertigen. Meine Frau, sie ist Deutsche, wird angerufen und gefragt, ob sie nicht gewusst hätte, woher ich komme. Das ist nicht schön.

WDR.de: Haben Sie den Eindruck, dass alle Italiener unter Generalverdacht gestellt werden?

Pelle: Ja. Die Medien berichten jetzt, dass alle Pizzerien und Restaurants mit Geld der Mafia finanziert wurden. Wenn das wirklich so ist, müssten wir ja alle eingesperrt werden. Aber das Hotel, das ich hier mit meinem Partner aufgebaut habe, ist durch eine Landesbürgschaft finanziert worden, alles ist glasklar und transparent. Man darf jetzt nicht alle über einen Kamm scheren.

WDR.de: Sie selbst sind schon lange weg aus ihrem Heimatdorf. Haben Sie dennoch von der Familienfehde etwas mitbekommen?

Pelle: Ich bin 1972 mit 17 Jahren ausgewandert – weil ich ein anderes, besseres Leben haben wollte in einem Land, wo die Gesetze funktionieren. Wenn in San Luca 35 Jahre später so etwas vorkommt, kann ich mich damit nicht identifizieren. Aber ich kann meine Mutter auch nicht dafür verurteilen, dass sie mich da zur Welt gebracht hat. Abgesehen davon ist es mit Sicherheit nicht so, wie es jetzt dargestellt wird, dass alle Einwohner aus San Luca in diese Machenschaften verwickelt sind.”

Quelle: WDR

Da stellt sich immer noch die Frage, weshalb italienische Zeitungen das Hotel in Duisburg so genau kennen, und auch noch behaupten es bietet hervorragende Möglichkeiten für die Unterbringung der Flüchtlinge aus dem Clan.

Auch böse Menschen haben Lieder

Samstag, den 20. Oktober 2007

Musica Mafia

Aus aktuellem Anlaß (sechs ermordete ‘Ndrangheta-Mitglieder in Duisburg): die Lieder der kalabrischen Mafia.

Zum Beispiel “E Fua chiamatu/Ich wurde gerufen”: “Im Titel E Fua Chiamatu (“Ich wurde gerufen”) präsentiert sich der neu aufgenommene “Ehrenmann” vor dem Kreis der “Onorata Societá” . Stolz erklärt er, den Willen der “Gesellschaft” bis zum eigenen Tode zu befolgen.”

Quelle: malavita

Reiche leben länger

Freitag, den 19. Oktober 2007

“Mehr als 90 Prozent der Investitionen für Medikamente beziehen sich auf die Krankheiten der reichsten zehn Prozent der Menschheit. Es wird weltweit deutlich mehr Geld in die Erforschung neuer Schönheits- oder Diätpillen, Haarwuchsmittel und Potenztabletten ausgegeben, als für neue Medikamente zur Heilung tropischer Krankheiten.”

Quelle: Telepolis

Die Mafia in Duisburg I

Montag, den 15. Oktober 2007

Wie italienische Zeitungen berichteten, wurde Francesco Vottari, der Chef des Clans ‘Ndrangheta di San Luca in seinem Haus in San Luca festgenommen. Diesmal lag er unterm Bett, seinen Bunker (siehe Bild) fand man schon bei der Hausdurchsuchung am 25. September.

san lucaWie schon zu vermuten war, war das Da Bruno-Massaker in Duisburg Teil der Verteilungskämpfe innerhalb der Clans. Ziel des Massakers war nach Angaben italienischer Zeitungen die Tötung von Marco Marble. Die anderen Toden waren wahrscheinlich “am falschen Ort zur falschen Zeit”, wie es so schön heißt.
Ein paar Fakten über die ‘Ndrangheta in einem Artikel des Wiener KURIER:

“Kontrolle über Drittel des weltweiten Kokainhandels
“Die ‘Ndrangheta ist zu einem Unternehmen aufgerückt, das stark von der Globalisierung profitiert”, betonte der Anti-Mafia-Experte und Staatsanwalt der kalabresischen Stadt Reggio Calabria Nicola Gratteri. Ermittler in Rom sind der Ansicht, die Organisation habe bereits die kolumbianischen Drogenkartelle in den Schatten gestellt. “Die ‘Ndrangheta kontrolliert ein Drittel des weltweiten Kokainhandels. In den Jahren 2000 bis 2006 wurden in Italien sieben Tonnen Kokain beschlagnahmt, was einem Wert von 322 Millionen Euro entspricht”, betonte der Vize-Polizeichef von Reggio Calabria, Luigi De Sena.

Zellenartig organisiert
Weitere zehn Milliarden Euro Umsatz macht die kalabresische Organisation mit dem traditionellen Mafia-Geschäft: Schutzgelderpressung, Fälschen von Pässen, Handel mit Waffen, Raubüberfälle. Auch Schwarzarbeit, Menschenhandel, Prostitution und Produktpiraterie gehören zu den Kerngeschäften der ‘Ndrangheta, die anders als andere Mafia-Clans nicht hierarchisch, sondern zellenartig organisiert ist, was die Arbeit der Polizei erschwert. 70 Prozent aller Unternehmer in Kalabrien müssen den verhassten “pizzo”, das Schutzgeld, zahlen. Die restlichen 30 Prozent der Unternehmen und Geschäfte befinden sich direkt in der Hand der Mafia, meinen die Experten.

Internationalisierung
Um diese enormen, illegalen Summen zu waschen, ist die ‘Ndrangheta immer internationaler geworden und drängt immer mehr in Richtung Nordeuropa. Seit Jahren werden ganze Häuserblocks in Ostdeutschland gekauft, Restaurants und Hotels gebaut, berichten die Ermittler Deutschland sei für das Organisierte Verbrechen wegen der Größe des Marktes besonders interessant.”

Quelle: Kurier, Wien

Ein Blick von oben. Der Geburtsort der kalabresischen ‘Ndrangheta: San Luca.

Weapons of mass destruction

Sonntag, den 14. Oktober 2007

Frage: Wo finden sich im Nahen Osten die Weapons of mass destruction? Ja, genau hier: 200 Atombomben der Israelis. Sag mir mal einer, weshalb die Amis die noch nicht gefunden haben, eigentlich ist es ganz einfach ;O=)

Die Regeln des Geschäfts

Sonntag, den 14. Oktober 2007

“Nicht die Camorristen jagen den Geschäften nach, es sind die Geschäfte, die den Camorristen nachjagen. Die Logik des kriminellen Unternehmertums, das Denken der Bosse ist identisch mit radikalstem Neoliberalismus. Er diktiert, ja erzwingt die Regeln des Geschäfts, des Profits, des Sieges über alle Konkurrenten. Alles andere zählt nicht. Existiert nicht.”

Quelle: Roberto Saviano “Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra” S.139

Na ja, ob das reicht?

Samstag, den 13. Oktober 2007

“WASHINGTON – Muslim terrorist Ramzi Yousef once bombed the World Trade Center for Allah, but now he purports to have found Jesus and converted to Christianity, according to new reports.”

Quelle: Jailed 93 WTC bomber claims hes now a Christian

Jonas hat Geburtstag!

Donnerstag, den 11. Oktober 2007

Und alle von TUSHITA wünschen ihm alles Gute! Ich bin sicher, auch in China kann man gut feiern!

Pages: Prev 1 2 3 Next

Creative Commons License
This work is licensed under a
Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany License.